Pflegeversicherung – Worauf ist zu achten? Gesetzliche und Private Pflegeversicherungen

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Ein einziger Arbeitsunfall, eine schleichende Krankheit oder die geschwächten Kräfte im Alter – es gibt unterschiedliche Ursachen, die die eigene Selbstständigkeit einschränken können. Je nach dem, welche Unterstützung nun im Alltag erforderlich ist, stellt dies auch in finanzieller Hinsicht eine Herausforderung dar. Doch lohnt es sich, Pflegeversicherungen für diesen Zweck abzuschließen?

Grundsätzlich handelt es sich um eine Debatte, die aktuell großen Zulauf findet. Besonders in unserer alternden Gesellschaft ist nur zu gut verständlich, warum sich immer mehr Menschen mit diesem Thema beschäftigen. Stetige Neuigkeiten zum Pflegenotstand und den damit verbundenen Schwierigkeiten schärfen die Sinne zusätzlich. Natürlich gibt es auf der einen Seite die gesetzliche Pflegeversicherungen. Wie groß deren Potenz ist, hängt jedoch in besonderer Weise vom Einkommen ab, welches die Beiträge bestimmt. Schon jetzt reicht bei jedem vierten Menschen in Deutschland diese Form der Absicherung nicht mehr aus, um die Kosten der Pflege zu stemmen.

 

Für wen ist die zusätzliche Absicherung geeignet?

Doch für wen lohnt es sich nun, die Zusatzversicherung für die Pflege in Betracht zu ziehen? Auf der einen Seite sind dies Personen mittleren Alters, die über ein festes und hohes Einkommen verfügen. Ein Vergleich der aktuell am Markt verfügbaren Modelle zeigt, dass bei einem 56-jährigen und gesunden Kunden ein monatlicher Beitrag von etwas mehr als 85 Euro zu erwarten ist. Es braucht aus diesem Grund ein gewisses finanzielles Grundniveau, um diesen Betrag dauerhaft stemmen zu können und auf diese Weise die eigene Pflege zu finanzieren.

Pauschale Empfehlungen zur Frage, wann eine Pflegeversicherung nun im günstigsten Fall abgeschlossen werden konnte, sind in der Regel nicht belastbar. Dies hängt in besonderer Weise mit den individuellen Einflüssen zusammen, die dabei von Bedeutung sind. So stellt sich zum Beispiel die Frage, welche Vorerkrankungen vorhanden sind. Liefert die Untersuchung an dieser Stelle schlechte Ergebnisse, so wirkt sich dies auch auf die zu erwartenden Kosten der Versicherung aus. Diese muss von nun an einen höheren Tarif verlangen, um das eigene Angebot weiterhin finanziell lukrativ anbieten zu können. Wer deshalb zu lange mit dem Abschluss der Versicherung wartet, muss unter Umständen höhere laufende Kosten der Absicherung in Betracht ziehen. Ein besonders früher Abschluss führt jedoch zu sehr vielen Beitragsjahren. Das Ziel der Versicherten muss aus diesem Grund lauten, einen gesunden Mittelweg zwischen den beiden Faktoren zu finden. Nach der Meinung führender Experten ist dieser etwa nach der Altersgrenze von 50 Jahren anzusetzen.

 

Gesundheitliche Planungssicherheit

Der wohl wichtigste Faktor, der beim Abschluss der Versicherung eine Rolle spielt, bleibt die eigene Gesundheit. Sie hat einerseits einen elementaren Einfluss auf die Kosten, die mit dem Abschluss der Versicherung verbunden sind. Liegen zum Beispiel bei der kombinierten Untersuchung bereits erste Anzeichen für Rheuma, Gicht oder ähnliche Erkrankungen des Alters vor, so steigen die geforderten Beiträge der Versicherer oft stark an. Bisweilen kann ein schlechter gesundheitlicher Zustand sogar dazu führen, dass der persönliche Antrag auf Absicherung ganz abgelehnt wird. Aus diesem Grund ist es von besonderer Bedeutung, sich frühzeitig über die persönlichen gesundheitlichen Ausgangslagen zu informieren, um so eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

 

 

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© Artikelbild: unsplash.com / Jeff Sheldon

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