Zuckerfrei werden– Ein Interview mit Thomas Angermann von myfoodmyfuture.com

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myfoodmyfuture Gründer
Thomas Angermann, der Gründer von myfoodmyfuture.com

Herr Angermann, stellen Sie sich und myfoodmyfuture doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo und danke für die Einladung. Mein Name ist Thomas und ich arbeite hauptberuflich als Projektleiter für Heizungsanlagen und nebenbei bin ich ein bisschen besessen von gesunder Ernährung und habe einen Abschluss als diplomierter Ernährungstrainer. 

Die Liebe zur bewussten Ernährung hat sich entwickelt, als ich 20 Jahre alt war und mein Körper mir mitgeteilt hat, wenn ich jetzt nicht sofort gesünder lebe, dann wird er mir saftig in den Hintern treten. Während dieser Zeit hatte ich ein paar körperliche und im Anschluss daran auch kleine psychische Probleme. In Folge dessen habe ich mich intensiv mit meiner Ernährung und meinem Körper beschäftigt und habe es geschafft, dass meine Beschwerden über die letzten Jahre nach und nach verschwunden sind.

Heute helfe ich mit meiner Seite myfoodmyfuture.com Menschen dabei, ihre Ernährung und ihr Leben zu verbessern und diese Arbeit nehme ich sehr ernst.

 

Wie ist die Idee zu myfoodmyfuture entstanden?

Ich habe die letzten 10 Jahre gelernt, welchen extrem starken Hebel eine gesunde Ernährung auf unseren Körper haben kann. Leider unterschätzen das sehr viele Menschen. Es war ein schwieriger Weg, mit vielen verschiedenen Experimenten. Darunter war unter anderem, dass ich mich ein ganzes Jahr lang vegan ernährte. Allerdings bin ich heute der festen Überzeugung, dass die beste Diät keinen Namen hat, sondern uns von der Natur vorgegeben wird.

Irgendwann kam die Idee, dass ich mit meiner Erfahrung auch anderen Menschen dabei helfen kann, nicht nur ihre Ernährung, sondern auch ihr gesamtes Leben zu verbessern. Das geht nämlich Hand in Hand.

 

Was ist das Konzept von myfoodmyfuture?

Im Prinzip geht es darum, seine Ernährung im Einklang mit der Natur zu bringen. So erzielen wir die besten Ergebnisse. Und das ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach. Beim Abnehmen kommen zusätzlich noch ein paar andere Punkte hinzu, weil zum Beispiel der Bauch auch von zu viel Nüssen wachsen kann.

myfoodmyfuture Thomas Angermann

Als ersten Schritt auf dem Weg zur Ernährungsumstellung, empfehle ich jedem erstmal den Zucker stark zu reduzieren. Verstehen Sie mich nicht falsch, unser Gehirn braucht Glucose, um richtig zu funktionieren, aber der Zucker der in echten Lebensmitteln, wie zum Beispiel in Obst, Getreide, oder auch in Gemüse vorkommt, reicht dafür völlig aus. Es hat nämlich einen guten Grund, warum wir keinen isolierten Zucker, auch bekannt als Haushaltszucker in der Natur finden können.

 

Welche Vorteile hat eine zuckerfreie Ernährung und ist es schwer umzusetzen?

Der Zucker, der in der Industrie zugesetzt wird, wie zum Beispiel in Süßigkeiten, Softdrinks, Fertignahrung und vielen Backwaren, bringt unserem Körper nichts, außer Zucker und unnötige Kalorien. Im Übermaß können daraus Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Karies und weitere Folgeerkrankungen entstehen. 

Jeder Zucker, den wir aber über die Natur zu uns nehmen, kommt nicht alleine in unseren Körper, sondern er nimmt immer ein paar nette Freunde mit. Darunter meine ich, dass er immer mit Mineralien, Vitaminen, Ballaststoffe, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffen etc. aufgenommen wird. Das sorgt dafür, dass unser Körper nicht überlastet wird und er die notwendigen Bausteine bekommt, dass er einwandfrei funktionieren kann. Außerdem kann die Insulinabgabe viel besser geregelt werden und es entsteht keine Blutzucker-Achterbahn und somit weniger Heißhunger. 

myfoodmyfuture Foodblog

Ein positiver Nebeneffekt ist, dass unsere Selbstdisziplin enorm trainiert wird und sich positiv auf unser ganzes Leben auswirken kann. Mit der richtigen Strategie kann es jeder schaffen, ohne Zucker zu leben. Mehr Informationen finden Ihre Leser hier: Tipps und Tricks wie du zuckerfrei leben kannst. 

 

Was halten Sie von Zuckeraustauschstoffen wie Xylit und Erythrit?

Ich denke es könnte vielleicht eine süße Alternative für Diabetiker sein, aber nicht einmal hier würde ich es empfehlen. Schauen Sie sich einmal die Herstellung dieser Stoffe an und dann versuchen Sie, ehrlich zu beurteilen, ob es für den Körper wirklich eine gesunde Süße sein kann. Mit natürlichen Lebensmitteln hat das leider nichts zu tun. 

Mittlerweile wurde sogar bekannt, dass Zuckeraustauschstoffe oder künstliche Süßstoffe die Darmflora negativ beeinflussen können. Die Darmbakterien die heiß auf Süßes sind, vermehren sich und wollen immer mehr Süßstoff. Für mich sind Zuckeraustauschstoffe und künstliche Süßstoffe keine gesunde Alternative zu herkömmlichem Zucker und gehören auch nicht in eine gesunde zuckerfreie Ernährung. 

 

Was sind die besten natürlichen Zuckeralternativen?

Ich persönlich verwende meistens Trockenfrüchte wie Datteln, aber auch einfach Obst wie Bananen oder Beeren.

myfoodmyfuture Ernährung

Auch Honig verwende ich gerne in Maßen, weil es für mich ein wirklich einzigartiges Naturprodukt ist. Allerdings achte ich sehr stark auf die Qualität und kaufe nur beim Imker, bei dem ich weiß, wie er arbeitet. Den Honig im Discounter aus Plastiktuben kann ich leider nicht empfehlen. 

Interessant ist, umso mehr wir auf Zucker verzichten, umso mehr sensibilisieren wir unsere Geschmacksknospen. Das heißt, irgendwann schmeckt auch ein Naturjoghurt oder eine Karotte wieder richtig süß. Meistens reicht das dann auch schon aus, um den Heißhunger zu stillen.

 

Was halten Sie von einer Zuckersteuer auf zuckerhaltige Lebensmittel?

Ich denke, dass das leider am Ziel vorbeiführt, denn statt normalen Zucker, werden dann einfach vermehrt künstliche Süßstoffe den Nahrungsmitteln zugesetzt, die laut Gesetz nicht als Zucker gelten. Für unsere Gesundheit könnte dieser Weg sogar noch eine Stufe bedenklicher sein. Wir dürfen uns nicht auf ein Gesetz oder die Industrie verlassen, sondern sollten unsere Ernährung selbst in die Hand nehmen. Jeder sollte sich mit einer gesunden Ernährung beschäftigen und wieder vermehrt echte Lebensmittel kaufen.

 

Sie haben ein Buch mit dem Titel „Zuckerfreie Ernährung“ geschrieben. Wie war das Feedback und sind weitere Projekte bei Ihnen in Planung?

Ja mein Buch habe ich im Selbstverlag veröffentlicht und mit dem Feedback war ich sehr zufrieden. Es ist mehr ein Rezeptbuch für Einsteiger mit hilfreichen Tipps, um das Leben etwas zuckerfreier zu gestalten.

myfoodmyfuture zuckerfreie Ernährung

In der Tat arbeite ich zurzeit intensiv an einem Online Kurs mit persönlicher Begleitung. Das Ziel ist es, dass meine Kunden Ihre Ernährung und Ihr Leben langfristig verbessern. Dieses Ziel liegt mir sehr am Herzen und deshalb wird der Kurs so aufbaut, dass wir auch zusammen an dem Mindset, also an dem Durchhaltevermögen und der Selbstdisziplin arbeiten werden. Natürlich gibt es auch noch viele hilfreiche Informationen und Tipps für die richtige Ernährung. Es geht darum fitter zu werden, die Gesundheit zu erhalten und das Wunschgewicht zu erreichen. Der Start ist auf Ende des Jahres 2020 geplant. 

 

Zum Abschluss? Welche drei Tipps gegen Heißhunger auf Zucker würden Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Gerne, also als ersten Schritt würde ich empfehlen, den Zucker im Leben stark zu reduzieren, dann wird automatisch der Heißhunger weniger. 

Ein Grund ist, dass sich unsere Darmflora auf unsere Ernährung einstellt. Das heißt, wenn wir viel Zucker konsumieren, dann vermehren sich die Darmbakterien, die von Zucker leben. Das Problem dabei ist, dass diese kleinen Zuckermonster immer mehr Zucker wollen und so Heißhunger erzeugen können.

Außerdem wird der Blutzuckerspiegel durch weniger Zucker und mehr echte Lebensmittel konstant gehalten, sodass ein Zuckertief verhindert werden kann.

Der zweite Schritt bei einer Heißhungerattacke wäre erstmal etwas zu trinken. Natürlich ungesüßte Getränke wie Wasser, Kräutertee oder eine Tasse schwarzen Kaffee. Das kann in vielen Fällen schon Wunder wirken.

Und wenn das Alles nichts hilft, dann empfehle ich als dritten Schritt, immer gesunde Alternativen bei der Hand zu haben. Dazu gehört jedes Obst, Gemüse und Trockenfrüchte in Maßen.

Mit etwas Übung, Durchhaltevermögen und der richtigen Strategie, kann es jeder schaffen, seinen Zuckerkonsum stark zu reduzieren. 

 

 

Wir bedanken uns bei Thomas Angermann für das Interview.

Aussagen des Autors und Interviewpartners können von der Meinung der Redaktion abweichen.

 

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Über den Autor:

Thomas Angermann, der Gründer von myfoodmyfuture, hat sich über viele Jahre mit seinem Körper und Gesundheit beschäftigt und hat durch Experimentieren und Dokumentieren gelernt, was genau er braucht, um fit und gesund zu sein. Seine Erfahrungen gibt er in seinem Blog gerne an alle weiter, die aus ihrem Körper das Beste herausholen  und langfristige Gesundheit erlangen möchten.

 

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

© Autor: Thomas Angermann

© Artikelbilder: Thomas Angermann

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