Mobbing am Arbeitsplatz oder in der Schule: Opfer-Selbsthilfe

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Mobbing

Beinahe täglich berichten die Medien über neue Fälle von Mobbing am Arbeitsplatz. Mobbing ist weit verbreitet und heutzutage in aller Munde. Im Berufsalltag sind geschätzt 3 % aller Beschäftigten in der DACH-Region Opfer von Mobbing. Jedes Mobbingopfer am Arbeitsplatz ist eines zu viel! Aber wie kommt es eigentlich zu Mobbing am Arbeitsplatz?

 

Was versteht man unter Mobbing am Arbeitsplatz?

Mobbing ist ein Verhalten unter Arbeitnehmern, das darauf abzielt, eine andere Person zu verletzen, einzuschüchtern, zu entmutigen, auszugrenzen oder aus dem Arbeitsverhältnis zu drängen. Mobbing kann auch von Vorgesetzten ausgehen oder sich gegen Chefs und Vorgesetzte richten. Am Arbeitsplatz wird zwischen Mobbing seitens Vorgesetzter, dem sogenannten Bossing und dem Mobbing, das von Arbeitskollegen und Mitarbeitern gleicher oder niedrigerer Rangfolge ausgeht, unterschieden.

Konflikte am Arbeitsplatz gehören zum Arbeitsalltag, aber nicht jeder Konflikt am Arbeitsplatz ist Mobbing. Damit man von Mobbing am Arbeitsplatz sprechen kann, müssen die Mobbinghandlungen häufiger, über einen längeren Zeitraum (ab 6 Monate und mindestens einmal pro Woche) und systematisch erfolgen sowie eine erhebliche Stärke erreichen. Der Gemobbte ist meist unterlegen. Das Mobbingopfer hat keine Chance, sich zu wehren oder dem Mobbinggeschehen zu entkommen.

 

Die Geschichte von Tina, 47 Jahre Köchin in einer Münchner Großkantine

Tina arbeitet seit fast 20 Jahren als Köchin in einer Münchner Großkantine. Alles lief Bestens, sie verstand sich gut mit Ihren Kollegen und Ihrem Vorgesetzten dem Küchenchef Manfred. Sie ging gerne in die Arbeit, liebte ihren Job und war rundum zufrieden mit dem Betriebsklima. Mitte 2015 erlitt sie einen Schlaganfall und war für einige Monate krankgeschrieben. Seit ihrem Schlaganfall litt sie unter Taubheitsgefühlen, Störungen der Sprache und außerdem unter linksseitigen Gesichtsfeldverlust. Anfang 2016 ging es mit der beruflichen Eingliederung los. Aber auf einmal war alles anders und neu für Tina. Ihre Kollegen mieden sie auf einmal, ignorierten sie so als wäre sie Luft. Sie wurde von allem und jedem ausgeschlossen. Am Anfang dachte sie sich noch nichts dabei. Ihrer Meinung nach könnte es mit dem Stress in der Arbeit zu tun haben.

 

Die Schikanen nehmen zu!

Nach ihrer Eingliederung wurde es noch schlimmer, beinahe täglich verschwanden ihre Küchenutensilien auf mysteriöse Weise. Immer wieder wurde ihr Stehstuhl in alle Einzelteile zerlegt, wurden Fehler in der Küche gemacht war Tina der alleinige Sündenbock. Ihr Chef Manfred war ihr gegenüber wie ausgewechselt, er schnauzte sie nur noch an, beschimpfte und beleidigte sie und übertrug ihr alle sogenannten Drecksarbeiten in der Großkantine. Für Tina wurde jeder Tag in der Arbeit eine Qual und es wurde immer schlimmer. Einmal entwendeten Kollegen ihr Handy.

Sie wurde regelmäßig in den Pausen beleidigt, nachgemacht und ihre Kollegen machten sich über sie lustig. Tina wurde jeden Tag von ihrem Chef und ihren Kollegen gemobbt.

 

Die Folgen von Mobbing für Tina

Tina litt unter Schlafstörungen, konnte in ihrer Freizeit nicht mehr abschalten. Die sonst so lebensfrohe Frau verlor komplett die Freude am Leben und zog sich immer mehr zurück. Sie hatte Angst in die Arbeit zu gehen, da sie jeden Tag mit neuen, noch grausameren Mobbingattacken rechnete. Tina quälte sich aber jeden Tag aufs Neue in die Arbeit, da sie Angst hatte ihren Job zu verlieren. Die Köchin litt unter Verlust – und Existenzängsten.

 

Es reicht!

Tina wusste nicht mehr weiter, ihr ging es schlecht und sie war nervlich total am Ende. Ihr wurde klar und bewusst, dass sie Hilfe benötigt und etwas verändern muss, sonst würde sie das Mobbing zerstören! Sie vertraute sich einer guten Freundin an und erzählte ihr von den Geschehnissen am Arbeitsplatz. Diese riet ihr dazu sich professionelle Hilfe zu holen und gegen das Mobbing am Arbeitsplatz vorzugehen. Ihr Entschluss lautete, „Schluss mit Mobbing“!

 

Machen Sie Schluss mit Mobbing!

Sie sind von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen, dann reagieren Sie rechtzeitig, warten Sie nicht zu lange ab. Machen Sie Schluss mit dem Mobbing am Arbeitsplatz! Reden Sie mit Personen ihres Vertrauens und holen Sie sich professionelle Hilfe und Unterstützung! In den seltensten Mobbingfällen haben die Betroffenen eine Chance diesen Konflikt aus eigener Kraft zu beenden. Daher sollten Sie sich als Mobbingopfer gut informieren und professionelle Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen, um wenigstens ohne gesundheitlich Schäden aus dem Mobbing zu kommen. Auch wenn Sie professionelle Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen, ist das natürlich keine Garantie für den Erhalt des Arbeitsplatzes!

Sollte sich gar nichts an ihrer aktuellen Situation ändern, ziehen Sie einen Jobwechsel in Betracht. Oft sind eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses und ein beruflicher Neuanfang die beste Möglichkeit dem Mobbing am Arbeitsplatz ein Ende zu setzen!

 

Mein Tipp für alle Mobbingopfer!

Geben Sie niemals auf! Holen Sie sich professionelle Hilfe und Unterstützung! Für alles gibt es mindestens eine Lösung, bilden Sie sich weiter, machen Sie Umschulungen, bewerben Sie sich, machen Sie das, was Sie schon immer machen wollten.  Denken Sie an sich, es geht um Sie und um ihr Leben! Viel Erfolg für ein Leben ohne Mobbing!

 

Über den Autor:

Andreas Schmied

Andreas Schmied, München, Inhaber der Wunschschmiede, u.a. Diplom Sozialpädagoge (FH) und Trainer. Die Wunschschmiede bietet Ihnen Beratungen, Hilfen, Lösungen und Unterstützung in Form von Training, Coaching, Webinaren und Seminaren in der DACH – Region an. Dazu gehören Einzelcoachings in den Themenbereichen Mobbing, Burnout, Persönlichkeitsentwicklung und Berufsfindung, sowie Motivation an.

Es werden Mobbingtrainings für Schulen angeboten. Für Unternehmen gibt es Trainings und Coachings zu den Themenbereichen Gesundheit am Arbeitsplatz, Soft Skills Coachings und Mobbing am Arbeitsplatz. Auf Wunsch bietet die Wunschschmiede für Unternehmen individuelle Workshops an! Für Menschen mit Behinderungen in Behindertenwerkstätten werden von der Wunschschmiede Arbeitssicherheitstrainings und Trainings zum Umgang mit Grenzen angeboten. Betriebsräte haben die Möglichkeit Mobbingtrainings bei der Wunschschmiede zu buchen. Abgerundet wird das Angebot der Wunschschmiede durch aktuelle Webinare und Seminare.

www.wunschschmiede.com

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