Cybermobbing – Der 24 Stunden Online-Terror

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cybermobbing

Letztes Mal habe ich Ihnen über Mobbing am Arbeitsplatz oder in der Schule berichtet. Heute ist das Cybermobbing, auch Internetmobbing oder Cyberbullying genannt, an der Reihe. Im Unterschied zum klassischen Mobbing, ist Cybermobbing das Mobbing im und über das Medium Internet. Darunter versteht man alle verschiedenen Arten von Beleidigungen, Schikanen, Bedrängungen, Diffamierungen und Belästigungen, die anderen Menschen, Firmen und Organisationen.

Es ist am Meisten unter Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen verbreitet, macht aber auch vor allen anderen Generationen keinen Halt. Ich habe mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umgehört und fast jeder kannte bereits Opfer von Cybermobbing. Es kann, wie beim „klassischen Mobbing“ jeden treffen, der sich im Netz bewegt, unabhängig von Geschlecht, Alter und Herkunft. Das Hauptproblem bei dieser Form des Mobbings ist es, dass der oder die Täter in den Weiten des World Wide Web oft weitgehend anonym sind und bleiben.

 

Internet, Soziale Medien und online Nachrichtendienste des einen Fluch, des andern Segens!

Viele von Ihnen nutzen das Internet, soziale Medien und online Nachrichtendienste, sei es privat und/ oder beruflich. Wer kennt Sie nicht Alle, angefangen von Facebook, Twitter, YouTube, bis hin zu WhatsApp und vielen mehr. Sie erleichtern vieles machen uns aber auch abhängig durch die ständige Nutzung und die Angst online etwas vermeintlich Wichtiges zu verpassen. Mir fällt es täglich auf, wenn ich aus dem Haus gehe, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin oder mich mit Freunden und Bekannten treffe, das Internet und das ständige online erreichbar sein, bestimmt den Alltag vieler unserer Mitmenschen! Beinahe jeder Zweite Ist mit seinem Smartphone beschäftigt, zu Hause und am Arbeitsplatz geht das bei sehr vielen Menschen in unserer Gesellschaft oft so weiter. Ein weiteres Problem in unserer heutigen digitalisierten Welt ist der vermeintlich leichtsinnige Umgang mit persönlichen Daten. Sie kennen das sicher auch, bzw. haben einen Bekannten der sein ganzes Leben bei Facebook der Welt offenbart oder private Bilder über Kurznachrichtendienste und E-Mails versendet! Mir geht es so und ich kenne sehr viele Menschen die so freizügig und offen mit ihren persönlichen Bildern, Videos und Daten umgehen. Darin liegt sehr oft das Problem und sie machen sich leicht angreifbar für Cybermobbingattacken als andere Menschen, die sorgfältiger mit ihren Daten umgehen.

 

Lisa und Max ein glückliches Paar, die erste große Liebe

Die Geschichte von Lisa und Max, beide 16 Jahre alt aus Straubing. Für beide war es die erste große Liebe. Sie wurden mit 14 ein Liebespaar und kannten sich bereits seit dem Besuch der Grundschule. In den letzten Jahren hatten sich die zwei aus den Augen verloren, da jeder eine andere Schule besuchte. Auf einer Party von einer gemeinsamen Freundin trafen sie sich wieder und kamen sie sich näher. Seitdem waren sie unzertrennlich und verbrachten so viel Zeit gemeinsam wie nur möglich. Klar nutzen die beiden Verliebten Facebook und WhatsApp, das machen ja alle in ihrem Alter so! Beide kommunizieren viel miteinander über soziale Medien und haben bereits viele persönliche Bilder in den sozialen Medien hochgeladen, ihre intimen Fotos haben sie nur auf ihrem Smartphone. Soweit so gut, alles läuft bestens und Lisa und Max sind ein glückliches Liebespaar.

 

Bis zu einer Klassenfahrt Lisas war alles gut bei den beiden frisch Verliebten…

Für Lisa sollte es auf eine Klassenfahrt für eine Woche nach Paris gehen. Sie freute sich darauf, aber beide Turteltäubchen waren etwas traurig, dass sie sich über eine Woche nicht sehen sollten. Am Wochenende vor der Klassenfahrt war Max bei seinen Großeltern im bayerischen Wald und Lisa war auf einer Party von einer Schulfreundin eingeladen. Auf der Party trank Lisa etwas zu viel und bekam nicht mit, dass einige Klassenkameraden ihr Handy nach privaten Bildern durchforsteten und sich diese über das Handy klauten. Am Montag im Bus zur Klassenfahrt wunderte sich Lisa, warum sie alle so komisch ansahen und keiner ihrer Freunde und Freundinnen mehr neben ihr sitzen wollte. Also schaute sie in ihr Handy auf Facebook und dachte sich nichts dabei. Dann sah sie alle privaten Fotos von sich und Max auf Facebook veröffentlicht zum Teil mit beleidigenden Texten. Sie war schockiert und verständigte Max. Der wusste bereits von den Fotos und hatte sich Montag in der Früh bereits einige dumme Sprüche anhören müssen. Die beiden beschlossen erst einmal nichts dagegen zu unternehmen.

 

Aber es sollte noch viel, viel schlimmer werden…

Auf der Klassenfahrt wurde Lisa ständig blöd angemacht und keiner wollte mehr mit ihr etwas zu tun haben. Max erging es nicht viel anders. Woche für Woche wurde es für die beiden immer unerträglicher und beinahe täglich tauchten neue Bilder und beleidigende Fotomontagen von beiden im Netz auf. Die beiden waren wie Freiwild und es wurde immer schlimmer, aber ihre Liebe hielt. Sie hatten Angst sich ihren Eltern und Lehrern anzuvertrauen, weil sie sich für die Fotos schämten. Aber wie sollte es nur weitergehen? Lisa und Max, die lebensfrohen Teenager zogen sich immer mehr zurück, beide quälten sich Tag für Tag in die Schule, sie hatten Angst, ständig gab es neue Fotos und Karikaturen über sie, die sich rasend schnell im Internet verbreiteten. Die Eltern der Teenager wunderten sich schon, weil sich Lisa und Max so verändert hatten, schoben ihr Verhalten aber auf die Pubertät.

 

Bis zu einem Betriebsausflug von Max Vater

Max Vater war auf einem Betriebsausflug, als ihm ein Arbeitskollege auf einmal Fotos zeigte, die er gerade per WhatsApp bekommen hatte. Da sah Max Vater seinen Sohn und dessen Freundin Lisa auf den Bildern. Sofort schrillten bei ihm die Alarmglocken und er konnte sich das komische Verhalten der beiden Teenager erklären! Max und Lisa waren Opfer von Cybermobbing! Mit der Hilfe und Unterstützung ihrer Eltern, sowie professioneller Hilfe, einem Rechtsanwalt und der Polizei konnte das Internetmobbing beendet werden. Die beiden Teenager hatten noch einmal Glück gehabt, aber sehr oft geht Cybermobbing nicht so gut aus und lässt sich lösen und beenden!

 

Mein Tipp für Sie!

Gehen Sie sorgsam mit ihren persönlichen Daten, Bildern und Videos um. Stellen Sie nicht Alles in das Internet. Schützen Sie Ihre Privatsphäre! Falls Sie oder Ihre Angehörigen Opfer von Cybermobbing geworden sind holen Sie sich schnellst möglichst Hilfe und Unterstützung!

 

Zeit zu handeln!

Es war an der Zeit zu handeln. Als er nach Hause kam, redete er mit seiner Frau und die beiden informierten Lisa`s Eltern über die Vorkommnisse!

 

Über den Autor:

Andreas Schmied

Andreas Schmied, München, Inhaber der Wunschschmiede, u.a. Diplom Sozialpädagoge (FH) und Trainer. Die Wunschschmiede bietet Ihnen Beratungen, Hilfen, Lösungen und Unterstützung in Form von Training, Coaching, Webinaren und Seminaren in der DACH – Region an. Dazu gehören Einzelcoachings in den Themenbereichen Mobbing, Burnout, Persönlichkeitsentwicklung und Karrierecoaching, sowie Motivation, die sowohl als Coaching in den Räumlichkeiten der Wunschschmiede als auch als Online Coaching angeboten werden.

Es werden Mobbingtrainings für Schulen angeboten. Für Unternehmen gibt es Trainings und Coachings zu den Themenbereichen Gesundheit am Arbeitsplatz, Soft Skills Coachings und Mobbing am Arbeitsplatz. Auf Wunsch bietet die Wunschschmiede für Unternehmen individuelle Workshops an! Für Menschen mit Behinderungen in Behindertenwerkstätten werden von der Wunschschmiede Arbeitssicherheitstrainings und Trainings zum Umgang mit Grenzen angeboten. Betriebsräte haben die Möglichkeit Mobbingtrainings bei der Wunschschmiede zu buchen. Abgerundet wird das Angebot der Wunschschmiede durch aktuelle Webinare und Seminare.

www.wunschschmiede.com

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© Artikelbild: FreeImages.com / Ariel Camilo

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1 Kommentar

  1. “Es ist am Meisten unter Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen verbreitet, macht aber auch vor allen anderen Generationen keinen Halt” wer sind die “anderen Generationen”???? Also, ich entnehme der Auflistung, dass es alle Manschen trifft, außer Babies und Kleinkinder…
    Lösungsansätze werden nicht aufgezeigt, außer die Eltern zu informieren. Sorry, den Artikel empfinde ich als eher schwach.
    LG
    Ulrike

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