Sulforaphan: Pflanzenstoff mit Power – Brokkoli ist gesund und beugt Krankheiten vor

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Schlank, gesund und jung mit Brokkoli? Ja, denn das Gemüse sowie andere Kreuzblütler enthält eine Substanz, die deine Figur, Gesundheit  und Jugendlichkeit ordentlich in Schuss hält. Was genau Sulforaphan ist, welche gesundheitlichen Effekte du damit erzielen und wie genau du es verwenden kannst – das erfährst du in diesem Artikel.

 

Was ist Sulforaphan und wo ist es drin?

Als Senföl verleiht Sulforaphan verschiedenen Gemüsearten ihre typische Schärfe. Diese sogenannten Kreuzblütengewächse enthalten den Inhaltsstoff Glucoraphanin, aus dem mithilfe von Enzymen der sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan entsteht. Zu den Kreuzblütengewächsen gehören u.a. Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Rettich, Rucola, Radieschen, Senf, Kresse und Raps. Übrigens liefern die ersten drei Gemüsesorten das meiste Sulforaphan.

Die Untersuchungen basieren übrigens hauptsächlich auf der Verwendung von Brokkoli bzw. Brokkoli-Extrakten, wobei die Mengenangaben schwanken. Klar scheint zu sein, dass Brokkolisprossen deutlich mehr – bis zum Hundertfachen – an Sulforaphan enthalten als der „ausgewachsene“ Brokkoli.

Das gesundheitliche Potential von Sulforaphanen war und ist Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten, mit teilweise sehr vielversprechenden Ergebnissen, auf die im folgenden näher eingegangen wird. Einen umfassenden Überblick über die volle Anwendungsbreite von Sulforaphan erhältst du auf der gleichnamigen Seite sulforaphan.org.

 

Starkes Antioxidans für mehr Jugend und Abwehrkraft

Antioxidantien bekämpfen freie Radikale. Das sind kleine aggressive Moleküle, die in deinem Körper sehr zerstörerisch wirken können – u.a. sind sie für die Zellalterung verantwortlich und können diese mehr beschleunigen, als dir lieb ist. Sulforaphan mit seinen antioxidativen Eigenschaften kann den Alterungsprozess verlangsamen und somit als Jungbrunnen wirken.

Zudem stärkt die Substanz als Antioxidans dein Immunsystem, wodurch du besser vor Krankheiten geschützt bist und dich fitter und energiegeladener fühlst. Zu beiden Wirkungen gibt es übrigens Studien.

 

Gesunder Darm und weniger Allergien

Auch auf anderen Gebieten wurden die Potentiale von Sulforaphanerforscht. So wurde sein  positiver Einfluss auf die Darmgesundheit und viele antientzündliche Prozesse im Darm erforscht. Eine gesunde Verdauung ist enorm wichtig und beeinflusst dein Wohlgefühl in vielerlei Hinsicht. Der bekannte Arzt F. X. Mayr bezeichnet den Darm sogar als „die Wurzel der Pflanze Mensch“.

Von Allergien, zu denen auch Asthma und Heuschnupfen gehören, sind rund 30 % der Deutschen geplagt, bei Kindern bis sechs Jahren stieg die Krankheitshäufigkeit sogar in den letzten Jahren an. Wenn du Allergien für dich und deine Familie vorbeugen oder dagegen angehen möchtest, solltest du häufiger Brokkoli & Co. auf den Speiseplan setzen. Denn laut einer Studie kann Sulforaphan gegen Heuschnupfen und Asthma helfen und als natürlicher Entzündungshemmer die Bildung von hilfreichen Enzymen in den Atemwegen unterstützen.

 

Sulforaphan: Von Alzheimer bis Übergewicht

Krebs ist eine der gefürchtetsten Erkrankungen. Auch hier hat Sulforaphan laut verschiedenen Studien schon Wirkung gezeigt bzw. das Risiko verringert, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Erforscht wurden diese Wirkungen u.a. im Zusammenhang mit dem Krebs in Brust, Darm, Lunge und Prostata.

Da Sulforaphan den Glukosestoffwechsel in der Leber beeinflusst, ist die Substanz zur Behandlung von Typ-2-Diabetes interessant. Gleichzeitig ergibt sich dadurch ein hilfreiches Potential in Sachen Gewichtsabnahme. Zumindest hat sich in Studien bei Mäusen eine Veränderung des Fettgewebes gezeigt. Weitere Studien über die positiven Effekte und Potentiale von Sulforaphan gibt es u.a. zu Autismus, Alzheimer, Arthrose sowie Helicobacterpylori. Natürlich muss und wird die Substanz weiter erforscht, um die Ergebnisse zu bestätigen und zu vertiefen.

 

Wie kann dein Körper Sulforaphan am besten verwerten?

Nachdem du nun jede Menge über die  tollen gesundheitlichen Effekte von Sulforaphan weißt, möchtest du es sicherlich selbst anwenden. Dazu hast du die Möglichkeit, häufiger Gemüse zu verzehren, das den sekundären Pflanzenstoff enthält. Dabei solltest du aber unbedingt einiges beachten.

Denn damit sich Sulforaphan überhaupt bilden kann, müssen die Pflanzenzellen erst einmal „geknackt“ werden. Dies geschieht durch mechanische Einwirkungen wie zerschneiden, kauen oder beißen. Nun kommt ein Enzym namens Myrosinase zum Einsatz, welches das „ruhende“ Senföl in eine aktive Form umwandelt. Erst dann setzt auch eine Wirkung ein.

Da Myrosinase sehr hitzeempfindlich ist, solltest du Brokkoli & Co. nur leicht dünsten bzw. dämpfen. Wenn du das Gemüse vorher in möglichst kleine Stücke schneidest und es einige Zeit ruhen lässt (bis 90 Minuten), erzielst du damit zwei günstige Effekte: Einerseits verkürzt du die Garzeit und andererseits soll dadurch die Myrosinase noch besser aktiviert werden.Im Übrigen kannst du Brokkoli und andere Kreuzblütler gerne auch mal roh verzehren.

 

Brokkolisprossen selbst herstellen

Wie schon erwähnt, sind die Sprossen vom Brokkoli besonders reich an Sulforaphan. Du kannst die Brokkolisprossen ganz einfach selbst herstellen. Verwende dafür am besten handelsübliche Keimgeräte bzw. Sprossentürme oder Keimgläser.

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Die Samen werden dreimal täglich mit frischem Wasser gespült. Sie sollen feucht bleiben, aber nicht im Wasser „ertrinken“ – sonst besteht hohe Schimmelgefahr. Gleichzeitig müssen die Sprossen gut belüftet werden, deshalb dürfen sie nicht zu eng beieinander liegen. Du kannst die fertigen Keimlinge in Salaten, Müsli oder Smoothie verwenden, aufs Butterbrot streuen oder in nicht mehr kochende Gemüsegerichte, Suppen u.ä. geben.

 

Sulforaphan in der Kapsel – und noch mehr Infos

Möglich ist die Zufuhr von Sulforaphan auch in Form einer Nahrungsergänzung. Das hat den Vorteil, dass du höhere Dosen regelmäßig und einfach einnehmen kannst – denn wer möchte schon dreimal täglich Brokkoli essen? Hinzu kommt, dass du dann auch sicher sein kannst, dass die richtige Menge Sulforaphan in passender Qualität enthalten ist – vorausgesetzt,  du verwendest ein hochwertiges Produkt mit standardisierter und mittels Analyse  nachgewiesener Zusammensetzung. Was die tägliche Menge Sulforaphan betrifft, gibt es gute Erfahrungen bei 35 bis 50 mg täglich – gemischt aus frischem Gemüse und Nahrungsergänzungen.

 

 

Wir bedanken uns bei Thorsten Müller für den Gastartikel. Aussagen des Autors können von der Meinung der Redaktion abweichen.

 

Was sind deine Erfahrungen mit Sulforaphan?
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© Autor: Thorsten Müller
© Artikelbild/Bilder: Thorsten Müller / sulforaphan.org

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