Milchsäurebakterien – Unsere Begleiter für ein langes und gesundes Leben

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Milchsäurebakterien

Milchsäurebakterien braucht unser Darm wie unsere Lunge die Luft zum Atmen. Millionenfach besiedeln Laktobazillen und Bifidobakterien unsere Verdauungsorgane und sorgen dafür, dass wir unsere Nahrung gut verdauen können. Milchsäurebakterien, auch Probiotika genannt, können aber noch viel mehr. Sie sind essentiell für unser Immunsystem, denn Milchsäurebakterien schützen uns vor allerlei Krankheitserregern.

 

Was sind Milchsäurebakterien?

Milchsäurebakterien, wie Laktobazillen und Bifidobakterien, bauen den Milchzucker zu Milchsäure ab. Dieser Vorgang der Energiegewinnung aus Glucose wird Milchsäuregärung genannt. Milchsäurebakterien besiedeln den Verdauungstrakt, also den Magen, Dünndarm und Dickdarm von Mensch und Tier. Man findet sie aber auch in den Schleimhäuten der Mundhöhle sowie in der Scheide.

Milchsäurebakterien sind auch in der Milch enthalten, wie der Name schon vermuten lässt. Steht die Milch einige Zeit, wird sie „schlecht“, d.h. sie wird sauer und bekommt ein grün-gelbliches Aussehen. Genau da kommen die Milchsäurebakterien ins Spiel.

Probiotika

Bereits vor tausenden von Jahren haben unsere Vorfahren entdeckt, dass sauer gewordene Milch zu Joghurt, Kefir oder Käse weiterverarbeitet werden kann und somit waren weitere probiotische Lebensmittel verfügbar, die nicht nur lecker schmeckten, sondern auch noch zur Darmgesundheit beitrugen.

 

Laktobazillen – die nützlichen Helfer für einen gesunden Darm

Ein wichtiger Vertreter der Milchsäurebakterien ist der Lactobacillus, ohne den die Umwandlung von Milch in Milchsäure, die Gärung, nicht stattfinden könnte. Er ist nicht nur an der Produktion von Joghurt und Käse beteiligt, sondern auch an der Herstellung von Sauerkraut und anderen fermentierten Lebensmitteln.

Laktobazillen

Lactobazillen sind Milchsäurebakterien, die im gesamten Verdauungstrakt des Menschen, angefangen von der Mundhöhle, über den Magen, den Dünndarm und den Dickdarm, vorkommen. Es gibt viele Unterarten von Laktobazillen, die bekanntesten Vertreter sind der Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei und Lactobacillus alimentarius. Laktobazillen findet man auf der Liste der Inhaltsstoffe der meisten handelsüblichen Joghurts.

 

Welche Lebensmittel enthalten Milchsäurebakterien?

Milchsäurebakterien sind in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Nachfolgend haben wir dir einige davon aufgelistet:

 

Sauermilchprodukte

Milchsäurebakterien sind vor allem in Milchprodukten, wie

  • Dickmilch oder Buttermilch
  • Kefir
  • Joghurt
  • Crème fraîche
  • Quark
  • Käse

enthalten. Diese Produkte enthalten meist künstlich vermehrte Milchsäurebakterien, wie die Stämme der Bifidobakterien und der Laktobazillen. Wenn du eine Milchsäurenbakterien Kur machen möchtest, solltest du diese Produkte allerdings relativ frisch konsumieren, damit sie noch genügend lebende Bakterienstämme enthalten.

Milchsäurebakterien Laktobazillen

Ein regelmäßiger Konsum von Joghurt, Quark & Co. kann deine Darmtätigkeit anregen und dir so bei Verstopfung helfen. Umgekehrt führen probiotische Milchsäurebakterien bei Durchfall zu festerem Stuhlgang, da sie deine Darmflora wieder in Schuss bringen und für eine regelmäßige Verdauung sorgen. Allerdings solltest du nicht zu zuckerhaltigem Joghurt mit Bifidobakterien greifen, denn dieser ist sehr kalorienreich und reich an Zucker, was sich wiederum nachteilig auf deinen Verdauungstrakt und dein Gewicht auswirkt.

 

Sauerkraut

Sauerkraut ist nicht nur eine regelrechte Vitaminbombe, es enthält auch lebende Milchsäurebakterien.

Präbiotika

Der rohe Kohl wird durch Fermentierung in gut verdauliches Sauerkraut umgewandelt, das nicht nur viel Vitamin C und B12 enthält, sondern auch deinen Darm in Schwung bringt.

 

Kimchi

Das traditionelle Gericht dient in Korea als beliebte Beilage. Kimchi wird aus Chinakohl hergestellt und durch Fermentation zu einer gesunden Speise, die neben Ballaststoffen auch Vitamin C, Vitamin A, die Vitamine B1, B2 und B12 und Eisen enthält. Kimchi wird in Korea mit Fischsoße hergestellt und ist daher nicht für Veganer und Vegetarier geeignet. Wenn man das traditionelle Kimchi selbst herstellen möchte, kann man die Fischsoße durch Sojasoße ersetzen.

 

Eingelegtes Gemüse

Saure Gurken sind die bekanntesten Vertreter von eingelegtem Gemüse. Du kannst aber alle festen Gemüsesorten, wie Bohnen, Karotten, Paprika, Rote Beete, Zwiebeln oder Zucchini verwenden. Da die meisten eingelegten Fertigprodukte, die du im Laden kaufen kannst, nur mit Essig und nicht mit Milchsäurebakterien versetzt sind, empfehlen wir daher, dein eingelegtes Gemüse selbst herzustellen, indem du Probiotika zusetzt.

 

Apfelessig

Apfelessig besteht aus durch Milchsäurebakterien vergorenem Apfelwein, aus dem dann der schmackhafte Apfelessig gewonnen wird. Apfelessig bringt nicht nur deine Verdauung in Schwung, sondern ist ein wahrer Allrounder. Bei äußerlicher Anwendung hilft er als Apfelessig-Wickel bei Blutergüssen und Prellungen, lindert Sonnenbrand und fördert die Wundheilung.Milchsäurebakterien kaufen Apfelessig

Als Tinktur zur Gesichtsreinigung lassen sich Pickel und Hautunreinheiten wunderbar behandeln.
Mit Apfelessig kannst du außerdem deinen Haaren neuen Glanz verleihen und mit einer regelmäßigen Spülung nach der Haarwäsche beugt er fettigen Haaren und Schuppen vor.

 

Miso

Eine veganes Lebensmittel, das Milchsäurebakterien enthält, ist die traditionell in Japan hergestellt Miso-Paste. In der japanischen Küche wird Miso zu vielen Gerichten gereicht und enthält außer Ballaststoffen auch noch hochwertige Proteine.

 

Tempeh

Tempeh kommt aus Indonesien und wird dort als Hauptgericht oder als Zutat zu Salaten verwendet. Die Basis sind Sojabohnen, die durch Zugabe eines Schimmelpilzes, der die Fermentation in Gang setzt, zu einem mineralstoff- und proteinreichen sowie probiotischen Lebensmittel umgewandelt werden.

 

Kombucha

Kombucha ist ein leckeres Getränk, das wesentlich zu deiner Darmgesundheit beitragen kann. Kombucha entsteht aus Kräuter- oder Schwarztee, der durch die Zugabe des Kombucha-Pilz zahlreiche Milchsäurebakterien entstehen lässt.

Weitere Abbauprodukte des Pilzes, die durch die Gärung entstehen, sind Essigsäure, Kohlensäure und Alkohol. Wurde das Kombucha-Getränk aus Schwarztee hergestellt, enthält es auch noch Koffein, was Kombucha zu einem wahren Energy-Drink werden lässt.

 

Die Darmflora – ein wichtiger Gradmesser für unser Wohlergehen

Die Darmflora ist ein komplexes bakterielles Ökosystem aller Säugetiere, das sich bereits in den ersten Lebensmonaten etabliert. Bereits bei der Geburt beginnen sich erste Bakterienstämme im Darm des Säuglings zu etablieren, der bis zur Geburt steril war. Diese Besiedelung des Verdauungstrakts des Neugeborenen ist ungemein wichtig und legt den Grundstein für ein späteres intaktes Immunsystems. Deshalb unterscheidet sich die Darmflora von Säuglingen, die auf natürlichem Weg geboren werden, von der durch Kaiserschnitt geborene Kinder erheblich, deren Darmflora eher der Hautflora der Mutter gleicht.

Milchsäurebakterien BifidobakterienDie Darmflora wird mit wachsendem Lebensalter immer komplexer und enthält beim gesunden Erwachsenen aus 10 bis 100 Billionen anaeroben Bakterien. Diese Mikroorganismen erfüllen zahlreiche Aufgaben in unserem Körper:

  • sie bekämpfen krankmachende Erreger
  • sie versorgen uns mit wichtigen Vitaminen, wie z.B. Vitamin B12 und K
  • sie sorgen für eine bessere Verdauung von schwer verdaulicher Nahrung
  • sie regen die Darmperistaltik an

Wußtest du, dass die Darmflora Einfluss auf dein Körpergewicht hat? Im Vergleich zum Normalgewichtigen ist beim Übergewichtigen das Verhältnis von bestimmten Bakterienstämmen und Fettsäuren zueinander stark verändert, was zu einer vermehrten Energiegeaufnahme führen kann. Außerdem wird diskutiert, ob und wie die Zusammensetzung der Darmflora unseren Umgang mit Stress und unsere Stimmung beeinflusst.

 

 

Achtest du bei deiner Ernährung auf die Zufuhr von Milchsäurebakterien?
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Quellen:

  • Bischoff, Stephan C. et al.: Probiotika, Präbiotika und Synbiotika: Stellenwert in Klinik und Praxis, Dtsch Arztebl 2005; 102: A 752–759 [Heft 11], https://www.aerzteblatt.de/archiv/45953/Probiotika-Praebiotika-und-Synbiotika-Stellenwert-in-Klinik-und-Praxis (Abrufdatum 11.02.2020)
  • Gneupel, Charlotte: Probiotische Lebensmittel: In dieser Liste findest du die wichtigsten (31.08.2018) www.utopia.de/ratgeber/probiotische-lebensmittel-in-dieser-liste-findest-du-die-wichtigsten/ (Abrufdatum: 11.02.2020)

 

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