Leberschmerzen: Wenn es der Leber nicht gut geht. Die häufigsten Erkrankungen zusammengefasst

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Die Leber ist ein ganz besonderes Organ: Sie ist die größte Drüse unseres Körpers und das größte innere Organ. Sie kann bis zu zwei Kilogramm wiegen und ist für weite Teile unseres Stoffwechselhaushalts zuständig. Daher ist es umso wichtiger Leberschmerzen ernst zu nehmen und der Ursache nachzugehen. Darüber hinaus hat sie einige andere Aufgaben und Fähigkeiten. Eine Lebererkrankung merken wir oft nicht, denn das Organ selbst strahlt kaum Leberschmerzen aus. Daher ist es wichtig, von Zeit zu Zeit seine Laborwerte untersuchen zu lassen, um Leberkrankheiten und Leberschäden frühzeitig zu erkennen und Leberschmerzen schnell zu behandeln.

 

Wie sieht die Leber aus?

lebererkrankung
Leber Abbildung

Die Leber besteht aus vielen sehr kleinen Leberläppchen, die wiederum aus Leberzellen zusammengesetzt sind. Diese Läppchen bilden vier größere Leberlappen: den rechten und linken – das sind die beiden größten – sowie den quadratischen und den „geschwänzten“ Lappen. Der rechte Leberlappen liegt im Oberbauch, direkt unter dem Zwerchfell. Er ist mit diesem zum Teil verwachsen. Der linke Lappen ragt bis auf die linke Seite des Körpers, er ist etwas kleiner als der rechte Lappen. Die Leber hat daher ein keilförmiges Aussehen. Das Organ wird durch die Leberpforte an der Unterseite mit Blut und Nährstoffen versorgt. Hier befindet sich außerdem der Gallengang. Die Leber selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren, sodass die Leberschmerzen erst entstehen, wenn sich die Leber ausdehnt und auf andere Organe drückt. Der Leberschmerz wird zudem meist als Druckschmerz wahrgenommen, der nicht genau lokalisierbar ist.

 

Welche Aufgaben hat die Leber?

Dieses große Organ ist ein zentraler Ort für zahlreiche Vorgänge in unserem Körper. Daher sollten Leberschmerzen keinesfalls ignoriert werden. Kurz zusammengefasst kann man sagen, die Leber ist zuständig für:

  • die Gallenproduktion
  • die Entgiftung: Sie wandelt schädliche Stoffe, die wir über die Nahrung oder durch Medikamente aufgenommen haben, um und/oder scheidet sie aus. Auch die Schadstoffe der Umwelt gehen diesen Weg.
  • den Stoffwechsel: Sie ist das zentrale Organ für den Eiweiß-, Fett- und Zuckerstoffwechsel. So lagert sie Glukose (Zucker) in Form von Glykogen ein und gibt dieses bei Bedarf wieder frei. Ebenso speichert sie Fett, Blut und einige Vitamine.
  • den Stoffwechsel der Vitamine und Spurenelemente

Daher ist es umso wichtiger Leberschmerzen ernst zu nehmen und einen Arzt aufzusuchen.

 

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Wenn die Leber Probleme hat

Bei Leberschmerzen und Leberkrankheiten leidet dieses vielseitige Organ leise. Es sendet kaum direkte Leberschmerzen aus, dafür gibt es ein paar unspezifische Beeinträchtigungen, die oft als harmlose Alltagsprobleme abgetan werden. Manchmal sind sie das auch, aber gelegentlich können diese Leberschmerzen auch auf Leberprobleme hindeuten: In schwerwiegenden Fällen kann ein ignorieren der Leberschmerzen zu schweren Leberproblemen und im schlimmsten Fall auch zum Leberversagen führen, daher ist es ratsam bei auftretenden Leberschmerzen einen Arzt zu kontaktieren.

leberschmerzen leberkrankheitenZu Lebererkrankungen gehören beispielsweise eine dauerhafte Müdigkeit, Leberschmerzen (diffuse Schmerzen im Oberbauch), Juckreiz, Übelkeit und Erbrechen, weiterhin allgemeine Verdauungsprobleme.

Neben Leberschmerzen können aber auch deutlichere Anzeichen autreten wie die sogenannten Lebersternchen auf der Haut, gerötete Handinnenflächen, Lacklippen, eine Leberzunge, gelbe Augen und eine gelbe Haut, Bauchwassersucht, die Gynäkomastie beim Mann oder gutartige Erkrankungen des Bindegewebes der Handinnenseite.

Bei Leberschmerzen und allen oben genanten Symptomen ist der Gang zum Arzt nötig; ebenso wenn der Stuhl aussieht wie Lehm und der Harn immer dunkler wird. Neben Leberschmerzen gibt es weitere Anzeichen, die auf eine Lebererkrankung hinweisen. Diese sind Weißnägel, eine unerklärliche Gewichtsabnahme, die Druckempfindlichkeit im (rechten) Oberbauch, Muskel- und Gelenkschmerzen oder häufiges Nasenbluten, Appetitlosigkeit und die Abneigung gegen Fleischgerichte.

Ein Leberschaden lässt sich wegen der fehlenden direkten Leberschmerzen meist nur feststellen, indem die Leberwerte untersucht werden. Wer Vorerkrankungen hat wie beispielsweise Diabetes, sollte regelmäßig seine Leberwerte untersuchen lassen. Leberschmerzen und die untersuchten Leberwerte können einen ersten Hinweis auf eine Lebererkrankung oder gar ein Leberversagen geben, weiterhin kann zur genaueren Untersuchung unter anderem eine Ultraschalluntersuchung erfolgen. Gibt es bei akuten Leberschmerzen den Verdacht auf ein ernsthaftes Leberproblem, werden die Untersuchungen intensiver, bis hin zur Gewebeentnahme (Biopsie).

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Die Leber ist recht resistent, aber durch eine permanente Überforderung kann es zu einem Leberschaden kommen, der zu den unspezifischen Leberschmerzen führt.

Leberschmerzen können auf folgende Lebererkrankungen hinweisen:

  • die Leberentzündung
  • die Leberzirrhose
  • die Fettleber
  • Leberkrebs

 

Leberschmerzen können auf folgende Lebererkrankungen hinweisen

Die Leberentzündung

Der Fachausdruck für eine Leberentzündung lautet Hepatitis, unabhängig von ihrer Ursache. Es gibt mehrere Formen der Leberentzündung, beispielsweise ausgelöst durch die Hepatitisviren A, B, C, D und E. Eine Virenhepatitis kommt häufig vor und ist ansteckend, aber sie heilt teilweise von selbst aus, kann im schlimmsten Fall aber auch chronisch werden. Weiterhin gibt es die Leberentzündung als Autoimmunkrankheit. Auch Alkohol, Medikamente und Stoffwechselstörungen können dafür verantwortlich sein. Eine Leberentzündung sollte schnellstmöglich behandelt werden, ob durch langsame Gewichtsabnahme, Alkoholverzicht oder Medikamente. Leberschmerzen können auf eine Leberentzündung hinweisen, daher sollten die Beschwerden ernst genommen werden. Ansonsten läuft der Patient auf lange Sicht Gefahr, eine Leberzirrhose oder Leberkrebs zu bekommen.

 

Die Leberzirrhose

Die Leberzirrhose entsteht, wenn die Leber dauerhaft überlastet ist und die Auslöser nicht beseitigt werden (können). Bei dieser Leberkrankheit sterben die Zellen ab und werden durch Bindegewebe ersetzt, die Leber beginnt zu schrumpfen. Gleichzeitig bildet sie Knoten aus, die schließlich zu Leberkrebs führen können. Eine Leberzirrhose kann lebensbedrohlich werden. Die sogenannte Schrumpfleber erzeugt die benannten unspezifischen Leberschmerzen und ist im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr heilbar. Gegen das Leberversagen hilft dann am Ende nur noch eine Transplantation.

 

Die Fettleber

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Neben direkten Leberschmerzen sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit häufig Symptome für eine Lebererkrankung

Lagert die Leber mehr Fett ein als normal, schwillt sie an, eine sogenannte Fettleber entsteht. Bei einer Fettleber entstehen zunächst meist keine Leberschmerzen, im weiteren Krankheitsverlauf verspüren die Betroffenen allerdings ein Druckgefühl im Oberbauch. Übergewicht, die falsche Ernährungsweise mit viel Fett und Süßigkeiten, aber auch Alkohol lassen eine Fettleber entstehen. Sie kann die Vorstufe zu Leberzirrhose, Leberentzündung und Leberkrebs sein. Wer als „Apfeltyp“ in der Körpermitte viel Fett anlagert, fördert die Entwicklung der Fettleber. Weiterhin können Medikamente und chronische Darmerkrankungen zur Verfettung führen. In vielen Fällen ist die Abhilfe einfach: gesünder essen, mehr bewegen.

 

Leberkrebs

Auch bei Leberkrebs fehlen die entsprechenden echten Leberschmerzen, daher wird das Karzinom meist erst (zu) spät erkannt. In diesem Fall ist eine Heilung schwierig. Daher ist der regelmäßige Besuch beim Arzt wichtig, der zusammen mit anderen Laborwerten auch die Leberwerte untersucht.

Leberkrebs als primäre Krankheit entsteht direkt innerhalb der Leber (im Gegensatz zu Geschwulsten, die von anderen Krebsherden in die Leber gestreut wurden). Diese Leberkrankheit nimmt seit Jahren zu. Sie entsteht durch Übergewicht und als Folge des Diabetes, außerdem kann sie eine Folge von Leberzirrhose und Leberentzündung sein.

 

Frühzeitige Hilfe bei Leberschmerzen und Leberschaden

Vor dem kompletten Leberversagen steht normalerweise die Leberschwäche und/oder Leberschmerzen. Um der Leber zu helfen oder um Leberschmerzen und Leberprobleme zu vermeiden, sollten einige Dinge beachtet werden, die sich zudem mit einer gesunden Lebensweise decken:

  • der regelmäßige Check beim Arzt
  • eine fettarme und zuckerarme Ernährung
  • möglichst wenig Alkohol
  • Medikamente nur nehmen, wenn unbedingt nötig, und nur in Absprache mit dem Arzt
  • die Reduzierung von Stress, Stichworte Work-Life-Balance, Sport, Wellness, Entspannungsübungen

Leberschmerzen treten meist erst spät auf, wenn die Leber sich bereits vergrößert hat und gegen andere Organe drückt. Daher gilt es Leberschmerzen ernst zu nehmen und die Leberwerte untersuchen zu lassen. Da die Leber eine sehr resistentes Organ ist sollte man bei Leberschmerzen schnell handeln, da die Leber nur operiert wird, wenn es nicht anders geht. Sie hat zudem die Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren und kann als einziges Organ neues Lebergewebe wachsen lassen. Man sagt, bei einem gesunden Menschen reichen rund 30 Prozent der Leber aus, um gut leben zu können. Bevor es zu einem Leberversagen kommt, lassen sich in vielen Fällen heilsame Mittel gegen Leberschmerzen anwenden.

 

Hausmittel gegen Leberschmerzen und Leberkrankheiten

Es gibt einige Heilkräuter, die bei Leberschmerzen oder einem Leberschaden eingesetzt werden können.

Als Hausmittel gegen Leberschmerzen gehört z.B. der Löwenzahn, aus dessen Blättern ein Tee oder ein Salat zubereitet werden kann. Wer sich auskennt oder die Möglichkeit hat, frische Kräuter anzupflanzen oder einzukaufen, kann auch die Gemeine Wegwarte für einen Salat, gegen Leberschmerzen, nutzen.

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Leberschmerzen lassen sich durch Artischoken lindern.

Seehafer dagegen kann für ein gesundes Bad verwendet werden.

Aufgrund ihrer Fähigkeit, Fett besser verdaulich zu machen und Gifte abzubauen, bietet sich die Artischocke an, die Leberschmerzen mildern kann und in jedem Supermarkt erhältlich ist. Auch ein frisch gepresster Zitronensaft hilft der Leber, weil er Säuren abbaut. Als Leberdistel wird die Mariendistel bezeichnet, deren Stoff Silymarin in den Früchten steckt. Er macht die Leberzellen gegen Giftstoffe resistent und hilft bei der Zellerneuerung der Leber und somit gegen Leberschmerzen. Die Mariendistel sollte bei Leberschmerzen allerdings nur in Rücksprache mit dem Arzt genommen werden. Als Tee hilft sie dem Organ nicht, aber dieser ist gut gegen Blähungen und Völlegefühl. Allergiker gegen Korbblüten sollten die Mariendistel jedoch nicht verwenden.

 

 

Hattest du schon einmal Probleme mit der Leber oder Leberschmerzen?
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Quellenangaben:

http://www.deutsche-leberstiftung.de/aktuelles/presseportal/pressemappe/lebererkrankungen

https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/leber-galle-bauchspeicheldruese/leber/haeufige-erkrankungen-der-leber/

https://www.welt.de/wissenschaft/article11194372/Die-Leber-des-Menschen-leidet-lange-leise.html

 

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